Nachrichten Kompakt

Bericht
der achten
Jahrestagung
der AG Warane und
Krustenechsen von 2016
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Notizen

Sachkundekurse
Gross- und Giftechsen
von Beat Akeret

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Neue Publikation.....

Scale Morphology and Micro-Structure of Monitor Lizards (Squamata: Varanidae: Varanus spp.) and their Allies: Implications for Systematics, Ecology, and Conservation

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Die Jahrestagung der AG-Warane 2009 


Am 18. April 2009 trafen sich die Mitglieder und Freunde der AG-Warane in Hanau zur ersten Jahrestagung seit der Neugründung der AG.
Ein Tag voller Vorträge, mit guten Gesprächen, neuen Bekanntschaften und vielleicht sogar Freundschaften. Selbst das Wetter war bestes Tagungswetter, denn es war trüb und kühl. Aus dem Norden von Hamburg/Deutschland und auch aus Süddeutschland waren Gäste angereist, denn das Vortragsprogramm konnte sich sehen lassen.

Kay Uwe Dittmar aus der Leitung der AG Warane begrüßte die ca. 30 Angereisten in der Gaststätte Sandelmühle, die bereits früher als Tagungsort der AG genutzt wurde. Das Tagesprogramm wurde von Klaus Wesiak (Frankfurt) mit einem Vortrag über die erfolgreiche Haltung und Zucht von Varanus auffenbergi eröffnet. Vor allem das naturnah gestaltete Terrarium mit vielen durchdachten Details machte diesen Vortrag sehr informativ.

Es folgte Rudolf Wickert vom Frankfurter Zoo mit einem Überblick über die Waranhaltung im Exotarium während der vergangenen 25 Jahre. Besonders erwähnenswert ist sicherlich die Haltung und Zucht von V. cumingi, einer durch ihre intensive Gelbfärbung sehr attraktiven Waranart.

Ulf Riedel und Klaus Wesiak (beide Frankfurt) berichteten sodann über eine Nachzucht von Varanus albigularis, die mit erheblichen medizinischen Eingriffen verbunden war. In seinen Ausführungen machte Herr Riedel jedoch deutlich, daß Legenot ein gut behandelbares Problem darstellt, wenn es frühzeitig erkannt wird.

Sowohl fachlich versiert aber darüber hinaus amüsant und humorvoll berichtete Dietmar Kiehlmann (Overath) aus 40 Jahren Terrarianererfahrung. Wer wie er, Professor Robert Mertens noch persönlich erlebt hat, hat wirklich etwas zu erzählen! Zum Beispiel wie Herr Kiehlmann dem Waranpapst mit dem ersten lebendigen Varanus mitchelli gegenüber stand, den Robert Mertens je gesehen hatte und den dieser am liebsten gleich als Honorar in die Sammlung integriert hätte.

André Koch (Bonn) schloss den Tag mit einem wissenschaftlichen Vortrag über Systematik und Endemismus indo-australischer Warane ab. Hierbei wurde allen Zuhörern schnell klar, dass trotz einiger Neubeschreibungen in den vergangenen Jahren, auch in Zukunft noch mit Neuigkeiten aus diesem Teil der Erde zu rechnen ist.

Es war ein Tag, wie man ihn sich als engagierter Waranhalter nur wünschen konnte. Von Zuchtberichten über medizinische Problemlösungen und humorvolle Anekdoten bis hin zu wissenschaftlichen Berichten war alles vertreten. Nur fehlte am Ende noch etwas Zeit, um das Gehörte in Unterhaltungen mit Gleichgesinnten zu vertiefen und Bekanntschaften zu festigen.

Wir trösten uns mit dem Spruch: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Im Jahr 2010 wird sich die AG Warane wieder treffen und hoffentlich wieder so eine interessante Tagung verbringen!

Für die Leitung der AG
Carlo Bayer

 

Wechsel im Vorstand der AG
(14.12.2008, eigene Meldung)
Nachdem Herr Markus Juschka (Düsseldorf) aus persönlichen Gründen nicht mehr in der Leitung zur Verfügung steht, hat sich der Vorstand satzungsgemäß ergänzt.
Für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Organisation in der Leitung der AG ist Herr Carlo Bayer (Hamburg) nachgerückt, dem wir viel Erfolg wünschen.

 

AG-Warane neu gegründet
(08.11.2008, eigene Meldung)


Liebe Waranfreunde,
am 08.11.08 war es endlich soweit, die Arbeitsgemeinschaft Warane wurde im Kahl am Main neu gegründet.  Wie einige wissen, stand im Vorfeld die Überlegung, einen eingetragenen Verein zu gründen, welcher in die DGHT eintreten sollte. Nach Darlegung der Vor- und Nachteile, Risiken etc. wurde dann aber durch Mehrheitsbeschluss der anwesenden Teilnehmer in einer Abstimmung die Form einer Arbeitsgemeinschaft in der DGHT gewählt.

Die Ziele der AG sind: Organisation und Zusammenführung interessierter und engagierter Waranhalter Stärkung der Zusammenarbeit und Intensivierung des Wissenstransfers Veröffentlichung von Erkenntnissen und Beobachtungen in einer spezialisierten Publikation/einem Rundbrief Verbindung von Wissenschaft und Hobby Stärkung der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Interessensgruppen Unterstützung von Einsteigern und Nachwuchswissenschaftlern Unterstützung bei Problemen mit Behörden Erstellung von Nachzuchtstatistiken und Ermittlung von Nachzuchttieren

„Ich bin kein DGHT Mitglied. Kann ich trotzdem AG Mitglied werden?“
Die Antwort darauf ist ganz einfach: “Ja!“ Jeder, ob DGHT Mitglied oder nicht, der sich für die Familie der Warane interessiert ist hiermit herzlich eingeladen, als Mitglied der AG bei ihrem Aufbau und der weiterführenden Arbeit mitzuwirken. In welchem Umfang, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Weitere Informationen finden Sie demnächst unter: http://www.dght.de/ag/warane/index.html oder in naher Zukunft auf der sich im Planung befindlichen Internetpräsenz der AG Warane: www.ag-warane.de Hier werden Sie auch in Kürze ein Anmeldeformular vorfinden, welches Sie bitte unterzeichnet an die Kassenwartin Christina Rüggeberg senden. Sie können aber auch das bald zur Verfügung stehende Online-Anmeldeformular nutzen. Über Neuigkeiten werden wir Sie auch auf dem Laufenden halten.

Für Fragen steht Ihnen die gesamte Leitung gerne zur Verfügung. Kontaktdaten werden Sie in Kürze auf den Internetpäsenzen finden.
Viele Grüße
Henning Schwier für die Leitung der Arbeitsgemeinschaft Warane

 

Neue MERTENSIELLA



(09.10.07) Nach dem großen Erfolg der beiden ersten Waran-Bände ist nun, rechtzeitig zur DGHT-Jahrestagung, der dritte Band erschienen - Advances in Monitor Research III. Das herausragende Buch beinhaltet auf 447 Seiten neue Forschungsergebnisse, die im Oktober 2005 auf der dritten multidisziplinären Weltkonferenz über Warane in Bonn vorgetragen wurden. Dieses grandiose Werk bietet jedem Waraninteressierten die Gelegenheit, sich z.B. über Systematik, Ökologie und Nachzucht dieser faszinierenden Echsen zu informieren. Bestellen Sie noch heute.

 

 

 

 

 

 

 

Exotische Großechsen unter Beschuss
(25.09.07) Die zu Florida gehörende Insel Sanibel leidet ebenso wie andere südliche Landkreise des US Bundesstaates unter der zunehmenden Ausbreitung großwüchsiger, exotischer Reptilien, deren Vorfahren entweder aus Terrarien entkamen oder von überforderten Haltern ausgesetzt wurden und sich im fast tropischen Klima der Insel seit Jahren erfolgreich vermehren.
Vor allem Grüne Leguane und Nilwarane sind inzwischen auf der Insel weit verbreitet. Die Großleguane findet man auf Sanibel vor allem in Gewässernähe, Nilwarane dringen teilweise bis in die Stadtbereiche vor und man kann ihnen sogar auf der Straße begegnen. Die Behörden haben nun 20.000 US $ in ein erstes "Lizard control team" investiert. Die beiden Echsenjäger George Cera und Adam Phillips kooperieren nun mit der lokalen Polizei bei der Bekämpfung der eingeschleppten Reptilien. "Wenn sie sich zu sehr vermehren, konkurrieren sie mit unseren einheimischen Wildtieren um Nahrung und Lebensraum und das versuchen wir zu verhindern", sagte Cera in einem Interview. "Das Problem ist, dass es bereits Hunderte von diesen Echsen auf Sanibel gibt", so Bill Tomlinson, Polizeichef der Insel.
Die Echsenjäger bekommen für jeden gefangenen Nilwaran 40$ und für jeden Grünen Leguan 20$. Cera und Phillips verteilen nun Broschüren, in denen um die Mitteilung von Großechsensichtungen gebeten wird. Mit Hilfe der sich durchaus belästigt fühlenden Anwohner hoffen sie, Populationszentren ausfindig machen und die Reptilien besonders effizient bekämpfen zu können. (Quelle: NBC2 NEWS, 16.09.2007)

 

Arche Noah gefunden
(26.06.07) Jedenfalls fühlten sich die Beamten der chinesischen Küstenwache an die schwimmende biblische Tiersammlung erinnert, als sie Ende Mai ein heruntergekommenes 25 Meter Boot enterten, nachdem ihnen von Fischern ein seltsamer, von dem anscheinend verlassenen Boot ausgehender, Geruch gemeldet worden war. Das Boot war mit einem Maschinenschaden nahe der zu der südchinesischen Provinz Guangdong gehörenden Insel Qingzhou liegen geblieben und nach Entfernung aller Kennzeichen und Papiere von den Seeleuten verlassen worden. Als Quelle des Geruchs identifizierten die Beamten bald über 5000 exotische und zumeist seltene Tiere.
Reptilien stellten dabei mit fast 3000 Waranen, 44 Lederschildkröten und über 1000 brasilianischen Schildkröten den Löwenanteil. Die meisten Exemplare waren noch am Leben, doch wurden auch 21 in Zeitungspapier gewickelte Bärentatzen gefunden. Insgesamt wurden 13 Tonnen an Lebendtieren sichergestellt und auf Auffangstationen verteilt. Die meisten sichergestellten Tiere unterliegen einem strikten Handelsverbot und sind in ihrem Bestand gefährdet. Guangdong ist bekannt für seine exotische Küche und die Fracht der an einer bekannten Schmugglerroute gefundenen Arche war offenbar ebenfalls dafür bestimmt, zunächst auf lokalen Märkten und dann in den Mägen chinesischer "Feinschmecker" zu landen. Trotz Chinas Beteuerungen, die kulinarische Ausbeutung der Nachbarländer zu beenden, boomt der Markt mit geschmuggeltem Buschfleisch nach wie vor. Die Grenzkontrollen sind lax und die Strafen weit niedriger als der Profit. Entsprechend groß sind die Ausbeuten regelmäßig durchgeführter Razzien in den einschlägigen Restaurants. Kürzlich wurden bei solch einer Razzia in einem einzigen Restaurant in Guangdou 60 kg Schlangen, 400 kg Kröten sowie 118 Schuppentiere beschlagnahmt.
Auf Anfrage gab das Chaoxing Restaurant in Shenzhen gestern offen bekannt, dass Schuppentier jederzeit verfügbar sei, jedoch nur für größere Dinnerparties zur Verfügung stünde. "Wir servieren es als Eintopf, das ist die schmackhafteste Variante" sagte eine Kellnerin am Telefon. Der Küchenchef eines anderen Restaurants erklärt bereitwillig, wie diese Tiere zubereitet werden: "Wir halten sie in Käfigen, bis der Kunde eines bestellt. Dann schlagen wir sie mit einem Hammer bewusstlos, schneiden ihnen die Kehle durch und lassen sie ausbluten. Sie sterben langsam. Dann kochen wir sie kurz, damit sich die Schuppen leichter entfernen lassen. Das Fleisch schneiden wir in kleine Stücke und servieren es auf verschiedene Weisen. Das Blut nehmen die Gäste gewöhnlich nach der Mahlzeit mit nach Hause." Schuppentiergerichte kosten derzeit in Guangdong etwa 70-80 Euro per kg. Der wachsende Wohlstand der Bevölkerung bewirkt leider, das immer mehr Menschen sich diese und andere "Spezialitäten" leisten können. (Quelle: HerpDigest 1, 46: 1.06.07)

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